Corona: Aktive Fondsmanager haben das Nachsehen

Corona: Aktive Fondsmanager haben das Nachsehen

Die Corona-Pandemie hält die Weltwirtschaft weiter im Bann. Gerade in Europa sind viele Länder weiterhin im Lockdown. Geschäfte und Restaurants haben geschlossen und bisher gibt es keinen genauen Plan, wann sich dies wieder ändern wird. Diese Unsicherheit macht sich auch an den Börsen spürbar bemerkbar. Die Rallye der letzten Monate ist ins Stock geraten. Wie geht es weiter? Öffnen die Geschäfte bald wieder und setzte sich die Rallye aus dem Januar dann fort? Oder erleben wir doch eine Korrektur am Aktienmarkt? Seien wir ehrlich: Wir wissen es nicht.

Genau in diesen Zeiten können aktive Fondsmanager ihren Mehrwert unter Beweis zu stellen. Doch Studien zeigen, dass die meisten aktiven Fondsmanager auch während Corona das Nachsehen haben. Ihren Vergleichsindex schlagen nur die wenigsten.

Market Timing schaffen nicht einmal die Profis

Kaum etwas ist so schwierig wie ein erfolgreiches Timing an den Finanzmärkten, also der Ein- und Ausstieg zum richtigen Zeitpunkt. Selbst die vermeintlichen Profis, sprich Fondsmanager, schaffen das mehrheitlich nicht. Nach eines neuen Untersuchung von S&P Dow Jones schneiden im Zehn-Jahres-Vergleich 87 Prozent aller europäischen Aktienfonds schlechter als der Vergleichsindex ab. Bei Fonds mit Fokus auf die USA fällt die Erfolgsquote sogar auf 2%. Auch in Deutschland hat sich während des ersten Corona-Crashs an den Börsen gezeigt, dass aktiv gemanagte Aktienfonds schlecht abschneiden. 67% aller Fondsmanager von Deutschlandsfonds haben es nicht geschafft den DAX zu schlagen. Überspitzt könnte man sagen, dass aktive Fondsmanager auch während Corona nicht erfolgreich sind. Market Timing, wie der Fachbegriff für das Abpassen des richtige Zeitpunkts zum Kaufen der Verkaufen von Wertpapieren lautet, ist also deutlich schwerer als es in der Theorie aussieht.

Sparpläne als Lösung

Für Anleger kann dies ein Problem sein. Muss es aber nicht! Die Suche nach Lösungen ist dabei oft leichter als Gedacht. 1) Passiv investieren und 2) auf Sparpläne setzen. Sparpläne sind eine ideale Möglichkeit sich von der Herausforderung des Market Timings freizumachen. Indem Sie in einem fixen Zeitrhythmus immer wieder denselben Betrag investieren – zum Beispiel immer 100 Euro am ersten Tag im Monat – blenden Sie das Timing gewissermaßen aus.

Sparpläne zeichnen sich gleich mehrfach aus. Zuerst einmal ist der sogenannte Cost-Average-Effect zu nennen. Dadurch, dass die Anleger immer denselben Betrag investieren, kaufen sie mehr Anteile bei fallenden Kursen (also wenn die Börsen preiswert sind) und weniger Anteile bei steigenden Notierungen (also wenn die Börsen teuer sind). Der durchschnittliche Einstiegskurs liegt so zwar über dem günstigsten Preis, aber eben auch unter dem höchsten. Da es nicht nur einen oder wenige, sondern viele auf einen längeren Zeitraum verteilte Einstiegszeitpunkte gibt, werden die Folgen von Timingfehlern spürbar verringert.

Psychologische Vorteile für die Anleger

Der zweite große Vorteil von Sparplänen ist psychologischer Art. Der Anleger entscheidet einmal über die Höhe und die Verteilung seines Investments und kann anschließend das Thema geistig „zu den Akten legen“. Sparpläne machen vor allem dann Sinn, wenn sie über einen längeren Zeitraum von ein paar Jahren angelegt sind. Ist dies der Fall, spielen die Tagesschwankungen an den Finanzmärkten keine Rolle mehr. Der Anleger kann sich entspannen. Und die Tatsache, das aktive Fondsmanager auch während Corona nicht erfolgreich waren, braucht Anleger spätestens dann auch nicht mehr zu interessieren.

Geht nicht, gibt’s nicht

Das gerne vorgeschobene Argument, für Anlagen an den Finanzmärkten fehle das Geld, sticht bei Sparplänen nicht. easyfolio bietet das regelmäßige Ansparen bereits ab einem monatlichen Betrag von zehn Euro an. Durch Kooperationen mit den großen Direktbanken und Direktbrokern sind die entsprechenden Sparpläne extrem kostengünstig, zum Teil sogar kostenlos, umzusetzen. Je nach Risikoneigung kann der Anleger zwischen den Strategien EASY30, 50 und 70 und den entsprechenden Aktienquoten wählen. Die Anlagen werden weltweit breit gestreut investiert. Das senkt das Risiko zusätzlich.

Sparpläne eignen sich somit für Anleger, die sich nicht regelmäßig mit den Aufs und Abs an den Finanzmärkten beschäftigen (können) und auch für kleine Geldbeutel. Sie sind hervorragend geeignet, um mit einem überschaubaren Einsatz über einen längeren Zeitraum ein Vermögen aufzubauen – zum Beispiel für die Ausbildung der Kinder, die Altersvorsorge oder für die schon immer erträumte Weltreise. Wenn man nach ein paar Jahren feststellt, einen größeren Betrag fast ohne es zu merken angespart zu haben, zahlt sich die Entscheidung für den Sparplan aus.

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