5 Grundsätze erfolgreicher Geldanlage

5 Grundsätze erfolgreicher Geldanlage

Worauf kommt es bei der Geldanlage wirklich an? Die Antworten auf diese Frage sind so vielschichtig, dass man damit ganze Bücher füllen könnte. Doch man kann es sich auch einfacher machen. Indem wir einige grundlegende Dinge akzeptieren, nehmen wir dem Thema Kapitalanlage seinen Schrecken. Das Ziel: Ein ausgewogenes Portfolio, das für sämtliche Marktphasen bereit ist. Wie geht das? Bei Beachtung nachfolgender fünf Grundsätze kann man das Anlageergebnis bereits deutlich verbessern.

Versuchen Sie nicht besser zu sein als der Markt

Der erste Grundsatz, den Anleger befolgen sollten, ist der, die Märkte nicht schlagen zu wollen. Sowohl Aktien- als auch Anleihemärkte haben sich im Schnitt während der vergangenen Jahre nach oben bewegt. Erfolgreiche Anleger machen sich diesen grundlegenden Trend zu Nutze und konstruieren ein passives Portfolio, das langfristig für sämtliche Marktphasen gut aufgestellt ist. Versuchen Sie nicht ständig, durch kleinere Umschichtungen noch mehr Rendite herauszukitzeln. Warum? Weil die meisten Investoren beim Versuch, solche Überrenditen zu kreieren, scheitern. Das bestätigte auch erst wieder die Untersuchung „S&P Indices Versus Active Funds (SPIVA) Europe Scorecard – Jahresergebnisse 2017“. Sie stellte die Performance-Daten von Investmentfonds den jeweiligen Referenzindizes gegenüber. Das ernüchternde Ergebnis insbesondere bei längeren Zeiträumen: Bei Exchange Traded Products (ETPs) auf europäische Aktien gelang es über einen Zeithorizont von fünf Jahren gerade einmal 27 Prozent und über zehn Jahre hinweg nur 15 Prozent der Fondsmanager, den jeweiligen Referenzindex zu schlagen. Deutlich schlechter ist das Ergebnis noch bei Investmentfonds auf Aktien aus den Anlageregionen USA, Welt und Schwellenländer. Hier schafften dies auf Sicht von zehn Jahren gerade einmal zwischen ein und drei Prozent. Was also Investmentprofis in den seltensten Fällen gelingt, dürfte Privatanleger vor noch größere Probleme stellen. Außerdem kommt es bei aktivem Investieren zu einem häufigeren Austausch der Wertpapiere. Dabei sollte man sich an die Börsenweisheit erinnern: „Hin und her macht die Taschen leer“. Denn bei jedem Austausch fallen zusätzliche Transaktionskosten an, welche letztendlich die Rendite belasten. Aus diesen Gründen lässt sich sagen: Aktives Management lohnt sich meist nicht.

Streuen Sie Ihr Kapital

Ein weiterer Stützpfeiler einer erfolgreichen Strategie ist die Diversifikation. Was sich kompliziert anhört, folgt einfachen Prinzipien, die bereits unsere Ur-Großmütter kannten: Leg niemals alle Eier in einen Korb. Dieser Ratschlag beschreibt den erfolgreichen Diversifikations-Grundsatz. Erfolgreiche Anlageprodukte streuen ihr Investmentkapital zum Beispiel über die Anlageklassen Aktien und Anleihen und agieren dort auf verschiedenen Märkten. Dabei kommen Aktien aus Industrie- und Schwellenländern ebenso zum Einsatz wie Staats- oder Unternehmensanleihen. Nur durch ein diversifiziertes Depotkonzept erhält der jeweilige Anleger eine möglichst hohe Risikostreuung. Daher gilt: diversifizieren, diversifizieren, diversifizieren.

Kaufen Sie nur, was Sie kennen

Laufen Sie nicht jedem Trend hinterher und befolgen Sie den Rat des Börsengurus Warren Buffets: „Investiere nur in eine Aktie, deren Geschäft du auch verstehst.” Das gilt übrigens nicht nur für Einzelaktien, sondern auch für andere Anlageklassen oder komplexere Strategien von Finanzinstrumenten. Achten Sie in diesem Zusammenhang auch auf die Transparenz des jeweiligen Finanzproduktes. Ähnelt das Investment einer Art Blackbox oder ist die Strategie des jeweiligen Finanzinstrumentes für Sie unverständlich, lassen Sie besser die Finger davon! Aktien großer Leitindizes, haben den Vorteil, dass Sie die marktkapitalstärksten und liquidesten Aktien einer bestimmten Anlageregion enthalten. Großunternehmen unterliegen meist höheren Transparenzanforderungen als Aktien kleinerer Unternehmen. Investieren Sie dabei nur in Aktien oder Anleihen von Unternehmen, von denen Sie überzeugt sind, dass deren Geschäftsmodell auch langfristig erfolgreich ist und verfahren Sie nach dem Prinzip: kaufen, halten und anpassen.

Achten Sie auf die Kosten

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Wahl von Anlageprodukten sind die Kosten. Mittels Indexfonds, die anders als die meisten aktiv verwalteten Fonds eine schlanke Kostenstruktur aufweisen, können sich Anleger Gebühren sparen. Daher gilt für erfolgreiche Anleger: Mit Indexfonds Kosten minimieren.

Investieren Sie langfristig

Zu einer guten Kapitalanlage gehört auch Geduld. Denn kurzfristig kann es gerade bei risikobehafteten Anlageklassen wie Aktien auch zu Kursrücksetzern kommen. Dabei sind Einbrüche von dreißig bis vierzig Prozent keine Seltenheit. Trotz solcher Korrekturphasen sind Aktien auf lange Frist die renditeträchtigste Anlageklasse. Das verdeutlichen zahlreiche Investmentstudien, so zuletzt die des Deutschen Aktieninstitutes. Historisch betrachtet lagen die jährlichen Renditen in den vergangenen 50 Jahren für 20-Jahres-Anlagezeiträume im Schnitt bei rund neun Prozent. „Das eingesetzte Vermögen verdoppelt sich bei dieser Wertentwicklung etwa alle acht Jahre. Verluste mussten die Anleger über solche Langfrist-Zeiträume in der Vergangenheit gar nicht fürchten. Im Gegenteil: Im schlechtesten vom Rendite-Dreieck erfassten 20-Jahreszeitraum lag die jährliche Rendite immerhin bei fast sechs Prozent. Für die Verdoppelung des Vermögens benötigte der Anleger dann rund 13 Jahre“, so das Deutsche Aktieninstitut. Dieses Beispiel zeigt: Anleger sollten keine Angst vor kurzzeitigen Einbrüchen haben und weiter investiert bleiben. Viele Anleger verkaufen zu Tiefstpreisen und steigen dann erst wieder ein, wenn die Aktien schon wieder teuer sind. Anleger verlieren durch dieses Hin und Her viel Geld. Langfristiges Investieren hingegen zahlt sich aus.

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