Die Nachteile exotischer Investments

Die Nachteile exotischer Investments

Mit easyfolio investieren Anleger weltweit, in Aktien und Anleihen, in verschiedene Branchen und unterschiedliche Regionen. Nur von entlegenen Investment-Regionen, wie kleinere Volkswirtschaften in Südostasien oder Afrika, hält sich easyfolio bewusst fern. Das hat einen guten Grund. Aus den Marketing-Abteilungen der großen Fondsgesellschaften werden Anleger in regelmäßigen Abständen auf neue Investment-Regionen aufmerksam gemacht. Regionen wie Afrika oder auch aufstrebende Volkswirtschaften in Südostasien, wie beispielsweise Vietnam oder Kambodscha, klingen zunächst häufig auch interessant. Unterentwickelte Volkswirtschaften bieten Chancen, denken sich Anleger und investieren in diesen Regionen.

Nicht den zweiten vor dem ersten Schritt

Wir sind allerdings davon überzeugt, dass dies für die meisten Privatanleger keine so gute Idee ist. Wer beispielsweise in Afrika investiert, sollte seine Finanzplanung in jedem Fall bereits sehr breit aufgestellt haben. Wer nicht bereits weltweit positioniert ist, sollte von exotischen Märkten die Finger lassen. Oftmals gestaltet sich jedes Investment dort schwierig. Persönlich können Ausländer häufig sowieso gar keine Aktien kaufen. Selbst Fondsmanager, die sich auf diese Märkte spezialisiert haben, berichten von Handelshemmnissen. Ausländischen Investoren wird das Leben in diesen Regionen oftmals schwer gemacht. Regeln und Gesetze erhöhen den Aufwand und führen zu hohen Kosten.

Newsletter-Banner

Wirklich gute Investments in Frontier Markets sind rar

Derzeit macht beispielsweise Vietnam als Anlageziel wieder die Runde. Die Volkswirtschaft wächst, es gibt viele gut ausgebildete junge Menschen und gute Beziehungen zu China. Das klingt alles gut. Doch bislang galten für ausländische Investoren Obergrenzen für Beteiligungen: Das bedeutete zuletzt, dass gerade die guten Unternehmen in Vietnam bereits „belegt“ waren – zu viele Ausländer hatten bereits investiert, die Obergrenze war erreicht.

Wer sich als Privatanleger für ein Investment entschieden hat, bekam oftmals nur zweitklassige Unternehmen. Hinzu kommen auf Fondsebene hohe Kosten für Handel und Research. Mittels ETFs wäre ein Investment in Vietnam zwar auch möglich, doch sind viele der guten Unternehmen wegen der geringen Handelbarkeit nicht im Index vertreten. Wer sich bislang also von den guten Eckdaten rund um Vietnams Wirtschaft hat blenden lassen, der ist womöglich entweder in zweitklassige Produkte oder aber relativ teure und sehr spezialisierte Fonds investiert. Zwar will Vietnam ab September den Markt weiter liberalisieren, doch bleibt das Land für Privatanleger ein heißes Pflaster: Bereits vor einigen Jahren wurde das Land von Fondsgesellschaften in den Himmel gelobt – später folgte der Absturz.

Viele der so genannten Frontier Markets, also aufstrebende Volkswirtschaften, die weniger entwickelt sind als beispielsweise die BRICS, werden noch vergleichsweise autoritär geführt und bieten keine mit westlichen Standards vergleichbare Rechtssicherheit. Zwar gibt es, wie auch in Vietnam auch in Ostafrika und anderen Regionen eine Entwicklung hin zu freieren Märkten, doch ist dies oftmals ein langwieriger Prozess. Hinzu kommt, dass in Frontier Markets die wirklich guten Investments häufig außerbörslich abgewickelt werden. Privatanleger sollten sich diesem erhöhten Risiko bewusst sein und bedenken, dass die Kurse der etablierten Schwellenländer wie China, Indien oder Brasilien in der Regel sowieso im Gleichschritt zu den kleineren Märkten laufen. Allerdings sind die Märkte rund um diese etablierten Schwellenländer bereits ausreichend liquide, dass sich kostengünstige ETF-Investments umsetzen lassen.

 

easyfolio: klare Absage an exotische Märkte

Statt bei der Geldanlage immer auf den letzten Schrei setzen zu wollen, sollten Anleger lieber breit gestreut auf etablierte Märkte setzen. Europa, USA, Japan und die Schwellenländer bieten dazu eine ausreichende Auswahl und gute Bedingungen für ETF-Anleger. Es ist noch immer nicht nachgewiesen, dass die etwas höhere Diversifikation, die aus der Beimischung exotischer Märkte folgt, Nachteile wie geringe Handelbarkeit und hohe Kosten tatsächlich überwiegt.

Anleger sollten aus diesem Grund auf Produkte setzen, die nicht nur nach außen hin einfach konzipiert sind, sondern die ihrerseits ausschließlich in etablierte Märkte investieren. Es wäre nicht das erste Mal, dass Fondsprodukte, die börsentäglich handelbar sind, wegen der eingeschränkten Handelbarkeit einiger Investments in Schieflage geraten. Aus diesem Grund hält es easyfolio auch in Zukunft einfach und unkompliziert und erteilt exotischen Märkten eine klare Absage!

easyfolio
Konsequent regelbasiert und weltweit investieren - mit easyfolio Zur Übersicht

Weitere interessante Artikel

  • Sparpläne: Von wegen langweilig! Sparpläne: Von wegen langweilig! Bekommen wir noch eine Jahresendrally oder korrigieren die Aktienmärkte noch einmal nach unten? Seien wir ehrlich: Wir wissen es nicht. Kaum etwas ist so schwierig wie ein erfolgreiches Timing an den Finanzmärkten, also der Ein- und Ausstieg zum […]
  • Immer mehr Deutsche sparen an der Altersvorsorge Die Altersvorsorge ist noch immer das wichtigste Anlageziel der Deutschen. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage von FinanceScout 24 hervor. 54,6 Prozent der Befragten gaben an, Rücklagen in erster Linie für das Alter bilden zu wollen. Weitere Sparziele sind der Vermögensaufbau (41,4%), […]