easyfolio Gastbeitrag im Neuen Finanzberater Spezial: Robowerkzeuge für Berater

easyfolio Gastbeitrag im Neuen Finanzberater Spezial: Robowerkzeuge für Berater

Mit Robo-Advisors können Finanzberater das Vertrauen neuer Kunden gewinnen. Die interaktive Befragung durch den Roboter bildet die Basis für die Anlagestrategie und eine mögliche Anpassung des Musterportfolios.

Wer die Dienste eines Finanzberaters in Anspruch nimmt, will unabhängig beraten werden. Das Ziel für den Anleger ist klar: Der Berater soll ihm helfen, die für ihn besten Produkte zu finden und diese optimal aufeinander abzustimmen. Robo-Advisors bieten neben einer leicht verständlichen und transparenten Dienstleistung auch anschauliche Hilfsmittel für die persönliche Anlageentscheidung. Finanzberater können diese Tools gewinnbringend einsetzen.Klassische Fragen für die Geeignetheit von Geldanlage lauten: Wie groß darf das Risiko sein? Wie lange will der Anleger investieren? Wie viel des monatlichen Einkommens kann er sparen? Robo-Advisors bieten auf ihren Websites interaktive Angebote, die Finanzberater gemeinsam mit ihren Kunden nutzen können, um solche und weitergehende Fragen zu beantworten. Neben Tests zur Ermittlung der Risikoneigung existieren Tools wie Sparplan-, Investitions- oder Auszahlplanrechner, die unterschiedliche Szenarien simulieren und dem Kunden ein umfassendes Bild seiner Chancen und Risiken aufzeigen.

Der Kunde kann seine Anlagesituation ausführlich reflektieren. Viele Kunden wollen aber über die Anlageberatung hinaus fortlaufend betreut werden, da sie sich mit Finanzentscheidungen schwer tun. So können sie sich für künftige Änderungen in ihrer Lebenssituation wappnen. Die Ergebnisse der digitalen Anlegerbefragung lassen sich im weiteren Verlauf der Beratung immer wieder zu Rate ziehen. Beispielsweise dann, wenn es um Satelliteninvestments geht. Außerdem lässt sich das Anlagekonzept des Beraters jederzeit an den Wünschen des Kunden messen. Die laufende Rückkopplung mit den Kundenwünschen rundet ein Beratungsgespräch ab und erhöht bei allen Beteiligten das Sicherheitsgefühl.

Basisinvestment für jeden Anleger

Zur Abbildung unterschiedlicher Risikoklassen geben die meisten Robo-Advisors eine begrenzte Reihe von Strategien vor. Meist sind es zwischen drei und zehn Risikokategorien. Unterstützt durch die Onlinebefragung entscheidet sich der Kunde gemäß seiner Anlagepräferenz für eine Strategie. Auch bei einer Auswahl von nur wenigen Risikoklassen lässt sich das Portfoliorisiko durch Kombination mit anderen Finanzprodukten feinjustieren. Der Berater kann hier seine Expertise einbringen und den Kunden unterschiedliche Rendite-Risiko-Kombinationen und ihre Auswirkungen auf das Anlageergebnis erläutern. Kriterien für die Auswahl eines Robo-Advisors sind u.a. die Kosten, die verwendeten Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien etc.) und die eingesetzten Strategien (passiv versus aktiv). Die meisten Robo-Advisors bauen bei der Umsetzung ihrer Strategie auf ETFs oder Assetklassenfonds. Damit erreichen sie eine breite Streuung und somit eine gute Risikominimierung.

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Zufriedenheit und Bindung entstehen, wenn es dem Berater gelingt, dem Kunden die passende Strategie zu erläutern

Oft arbeiten Robo-Advisors mit Assetmanagementgesellschaften oder Banken zusammen, die sich im Hintergrund um Abwicklung, Anpassung (Rebalancing) und Verwaltung der investierten Gelder kümmern. Diese Kooperationen tragen auch zu einer Sicherung des investierten Vermögens bei, so dass der mögliche Zahlungsausfall eines Robo-Adviors den Kunden nicht in Unruhe versetzen muss. Ein zusätzlich hinzugezogener persönlicher Finanzberaters kann das vorgeschlagene Portfolio – mit Hilfe der Onlinewerkzeuge des Robo-Advisors – genauer an die spezifische Kundensituation anpassen. Das ist aber nicht zu verwechseln mit einem aktiven Assetmanagement oder gar einer detaillierten Portfoliostrukturierung.

Fundament schrittweise erweitern

ETF-Lösungen sind ein kostengünstiges und flexibel einsetzbares Basisinvestment, das der Berater in einem möglichen weiteren Schritt um zusätzliche Assetklassen und Produkte ergänzen kann. Auch dabei helfen die Ergebnisse der Robo-Befragung, beispielsweise wenn es um die Wahl zwischen Anlagen in Immobilien oder Private Equity geht. Robo-Advisors können dem Berater auch als Argumentationshilfe dienen und die Beratung effizienter gestalten. Auf dem Weg zu einem ausgewogenen Portfolio sind Altanlagen des Kunden oft hinderlich. Doch viele Anleger klammern sich an bestehende Fonds, die häufig hohe Kosten verursachen und im Zusammenspiel mit dem neuen Portfolio zu Klumpenrisiken führen. Das Ziel einer guten Beratung sollte ein überschaubares Portfolio sein, bei dem alle Depotpositionen ineinander greifen und die Risikostreuung möglichst groß ist. Das breit aufgestellte Musterportfolio eines Robo-Advisors, in dem alle wichtigen Märkte enthalten sind, kann den Berater bei der Argumentation einer systematischen Anlagestrategie unterstützen. Gegen vorhandene aktive Fonds sprechen nicht nur Kostengründe.

Flexibilität überzeugt moderne Kunden

Robo-Advisors legen die Risikoausprägung häufig durch die Höhe der Aktienquote fest. Das macht eine Anlagestrategie für den Kunden leicht nachvollziehbar. Für Anleger mit dem Wunsch nach einem intensiveren Risikomanagement gibt es Robo-Advisors, die Risiken beispielsweise nach der Value-at-Risk-Methode steuern oder die das Portfolio aktiv managen – was allerdings mit höheren Kosten verbunden sein kann. Bei den Gebühren sind traditionelle vermögensverwaltende Fonds gegenüber Robo-Advisors klar im Nachteil. Neben höheren laufenden Kosten fallen Ausgabeaufschläge und höhere Transaktionskosten an.

Interaktive Tools sparen Zeit und geben Kunden ein gutes Gefühl

Robo-Advisor unterstützen nicht nur den Kunden dabei, sein Geld einfach und transparent anzulegen, sondern sie helfen auch dem Berater, individuelle und maßgeschneiderte Lösung einfach und schnell zusammenzustellen. Schafft es der Berater, dem Kunden zu vermitteln, welche Strategie die für ihn passende ist, entsteht Kundenzufriedenheit. Das ist eine gute Basis für eine langjährige Kundenbeziehung. Loyalität entsteht durch Transparenz und Vertrauen. Der Berater kann sich auf seine Stärken konzentrieren und den Kunden umfassend beraten und den Nutzen des Kunden durch kosteneffiziente digitale Anlagelösungen mehrern.

Jonas Marggraf, Geschäftsführer von easyfolio

Dieser Beitrag ist erschienen in der Print Spezial-Ausgabe des „Neuen Finanzberaters“ 01/2016 vom 31.02.2016

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