Interview: “easyfolio ist ein faires Angebot”

Interview: “easyfolio ist ein faires Angebot”

Anfang April legte die Extravest GmbH drei passive ETF-Strategien mit dem Namen easyfolio auf. Mit im Boot sind starke Kooperationspartner wie die ETF-Anbieter iShares von BlackRock, SPDR von State Street Global Advisors und UBS Global Asset Management. Uwe Görler, Redakteur des PortfolioJournals sprach mit Markus Jordan, dem Initiator der easyfolio-Fonds und gleichzeitig Herausgeber des PortfolioJournals, über die neu aufgelegten Produkte.

Könnten Sie uns bitte kurz das Konzept der drei easyfolio-Fonds erläutern?

Die easyfolio-Fonds bieten Anlegern die Möglichkeit sehr breit gestreut über ETFs in mehr als 5.000 Wertpapiere zu investieren. Dabei verteilen wir die Anlagebeträge je nach gewähltem easyfolio zu 30, 50 oder 70 Prozent in Aktien, der Rest wird jeweils in Staats- und Unternehmensanleihen investiert. Neben der fest definierten Aufteilung der Anlageklassen sind auch die Gewichtungen der einzelnen Märkte ganz genau definiert. Die easyfolio-Fonds sind damit absolut transparent, einfach zu verstehen und nachzuvollziehen und zudem kostengünstig. Wir verzichten, bis auf ein jährliches Rebalancing, auf aktives Management, weil wir nicht darauf bauen, dass damit langfristig ein nennenswerter Mehrertrag für den Anleger generiert wird.

Was unterscheidet Ihre easyfolio-Fonds von anderen ähnlichen ETF-Anlagekonzepten?

So viele tatsächlich vergleichbare Konzepte gibt es gar nicht. Die meisten ETF-Dachfonds haben eine aktive Anlagestrategie und kosten deutlich mehr als unsere einfachen, transparenten und vor allem passiven Anlagestrategien. Für uns war es zudem wichtig, in den easyfolio-Fonds ausschließlich physisch replizierende ETFs einzusetzen. Wir haben festgestellt, dass Anleger bei Ihren Investitionsentscheidungen diese Art von ETFs bevorzugen. Die easyfolio-Fonds liefern dem Anleger den Marktertrag, den ein entsprechend gewichtetes Portfolio erzielt – nicht mehr und nicht weniger.

Bei der jeweiligen Gewichtung konzentrieren Sie sich allein auf Aktien- und Anleihen-ETFs. Andere Anlageklassen wie Immobilien oder Rohstoffe findet man darin nicht. Warum?

Wir konzentrieren uns auf die Anlageklassen Aktien und Anleihen, weil diese neben den Kursveränderungen jeweils über eine weitere Ertragsquelle verfügen. Bei Aktien ist es die Dividende, bei den Anleihen der Zins. Damit erzielen wir auch in schwachen Börsenphasen einen laufenden Ertrag, der eventuelle Kursverluste ein wenig abfedert. Die Bereiche Immobilien und Rohstoffe eigenen sich aus unserer Sicht nicht für ein solides Investment. Bei Immobilien handelt es sich meist um Immobilienaktien, die ein ähnliches Risiko ausweisen wie klassische Aktieninvestments. Und bei Rohstoffen investiert man nicht direkt in die Rohstoffe, sondern über Future-Kontrakte. Dort können Rollverluste entstehen, die wir nicht in unseren easyfolios haben möchten. Ein Anleger, der nicht auf Rohstoffe verzichten möchte, kann sich natürlich zu seinen bestehenden Anlagen einfach einen Rohstoff-ETF kaufen und damit die Allokation weiter verbreitern.

Sind die easyfolio-Fonds nicht etwas statisch, angesichts der sich heutzutage rasch ändernden Marktsituationen?

Es gibt unzählige Studien die belegen, dass passives Management, breit gestreut über viele Anlageklassen hinweg, langfristig der bessere Weg ist, zu investieren. Vor allem für Privatanleger, die sich nicht täglich mit dem Thema Finanzen und Geldanlage beschäftigen möchten. Und für diesen Typ Anleger haben wir die easyfolio-Fonds gestartet. Keiner kann den Markt vorhersagen, von daher kann auch keiner immer genau wissen wie das beste Portfolio auszusehen hätte. Wir investieren daher möglichst breit in Aktien und Anleihen und liefern damit die am Markt erzielte Marktrendite. Wenn diese mal negativ ist, ist das natürlich schlecht für den Anleger, aber höchstwahrscheinlich hätte er mit allen anderen Anlagen ebenfalls Verluste erlitten. Es ist doch besser, den Hintergrund seiner Portfolioentwicklung zu kennen, als enttäuscht zu sein, daß ein aktiver Manager es nicht geschafft hat, mich vor Verlusten zu schützen. Vor allem, wenn mich das Produkt am Ende ein Vielfaches gekostet hat.

ETF-Dachfonds haben den Ruf, überdurchschnittlich teuer zu sein, da sie auf zwei Ebenen Gebühren erheben. Gilt dies auch bei den easyfolio-Fonds?

Wir haben auch zwei Kostenebenen, dabei aber alles unternommen, diese deutlich zu reduzieren. Auf der ersten Kostenebene (den Zielfonds) nutzen wir ausschließlich ETFs. Unsere ETF-Portfolios haben eine Gesamtkostenquote von etwa 0,30 Prozent. Dafür bekommen wir Zugang zu mehr als 5.000 Wertpapieren. Das ist fair und ermöglicht uns überhaupt erst, eine so breite Streuung effizient umzusetzen. Auf der zweiten Kostenebene (den Dachfondskosten) haben wir aktuell eine TER von 0,735 Prozent. Darin sind das Fondsmanagement, die Depotbank und die Fondsadministration enthalten. Die laufenden Kosten der easyfolio-Fonds betragen damit derzeit zwischen 1,04 und 1,09 Prozent pro Jahr. Vergleichbare aktiv gemanagte Dachfonds kosten zwischen 1,49 und 1,91 Prozent. Anleger sparen mit den easyfolio-Fonds also deutlich an Kosten. Zudem berechnen wir keine Ausgabeaufschläge, Performancegebühren oder Vertriebsprovisionen.

Hinweis: Das Thema Dachfonds haben wir auch in einem anderen Blog-Beitrag thematisiert.

Man kann ein Portfolio aus 13 ETFs doch auch selbst nachbilden. Warum sollten Anleger dennoch Ihre easyfolio-Fonds kaufen? Welchen Anleger möchten Sie mit den Produkten ansprechen?

Natürlich kann sich jeder Anleger selbst ein breit gestreutes ETF-Portfolio ins Depot kaufen. Das kostet Ihn dann etwa 0,30 Prozent im Jahr. Hinzu kommen dann noch die Ordergebühren der Bank für den Kauf und das jährliche Rebalancing. Wer das so möchte, kann es natürlich selbst umsetzen. Mit easyfolio möchten wir es Anlegern besonders einfach machen, in eine fundierte, passive Anlagestrategie zu investieren. Mit nur einer Transaktion und bereits ab 25 Euro im Rahmen eines Sparplans kann der Anleger in ein besonders breit diversifiziertes Portfolio investieren. Das ganze dann für laufende Kosten von etwa 1 Prozent pro Jahr. Das halten wir einfach für ein sehr faires Angebot. Die easyfolio-Fonds stoßen übrigens auch bei Honorar- und Finanzberatern auf Interesse. So schlecht kann die Strategie also nicht sein.

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Hinweis: Dieser Bericht stellt keine Anlageempfehlung dar. Aktuelle Verkaufsunterlagen zu den easyfolio Fonds, alleinige Grundlage für eine Anlageentscheidung, erhalten Sie kostenlos bei der Extravest GmbH, Ickstattstraße 7, 80469 München, Tel. 089. 2020 86 99-27, E-Mail info@easyfolio.de oder auf www.easyfolio.de. Neben den Chancen auf Wertsteigerung sind die Anlagen in den easyfolio-Fonds Anlagerisiken ausgesetzt. Weitere Informationen und Hinweise finden Sie auf www.easyfolio.de.

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