Eigenheim als Altersvorsorge? Besser nicht!

Eigenheim als Altersvorsorge? Besser nicht!

Wenn es eine Anlageklasse gibt, bei der jeder Deutsche gerne mitredet, dann sind es Immobilien. Das eigene Haus oder die eigene Wohnung gilt für viele Menschen noch immer als der erste Schritt zu einem unbeschwerten Leben im Alter. Doch stimmt das heute überhaupt noch? Die Deutsche Gesellschaft für Ruhestandsplanung warnt davor, die Rolle des Eigenheims für die Altersvorsorge zu sehr zu glorifizieren. Der Grund: Immobilien böten heute nicht mehr die Renditen, die nötig seien, um Versorgungslücken im Alter auszugleichen. Hinzu komme der teils erhebliche Finanzbedarf, der mit der Instandhaltung von Immobilien verbunden sei. Zwar entwickelten sich die Preise von Immobilien stetig, doch seien andere Strategien, wie beispielsweise ein Investment in Aktien und Anleihen am Kapitalmarkt der Immobilie langfristig überlegen.

Die richtig guten Objekte sind rar geworden

Tatsächlich ist es nicht damit getan, eine Immobilie zu erwerben. Gerade wer ein Objekt vermietet, wird schnell mit dem Leitsatz „Eigentum verpflichtet“ konfrontiert. Das heißt, regelmäßige Instandhaltung und Renovierung ist unerlässlich, um Mietzins und Immobilienwert konstant zu halten. Sogar wer eine Immobilie selbst bewohnt und mit kleineren kosmetischen Mängeln gut leben kann, sollte Renovierungsmaßnahmen nicht auf die lange Bank schieben – zu groß ist die Gefahr, kurzfristig gesparte Mittel langfristig doppelt und dreifach investieren zu müssen.

Neben der aufwändigen Instandhaltung von Immobilien gibt gerade heute weitere Gründe, die Anleger mahnen sollten: Die Preise sind während der vergangenen Jahre stark gestiegen und die zur Verfügung stehenden Objekte sind in den letzten Jahren immer weniger geworden. Konkret bedeutet das, dass es heute immer schwieriger ist, die richtig guten Objekte zu identifizieren. Selbst wenn eine Immobilie auf den ersten Blick attraktiv erscheint, kann es doch Hemmschuhe für einen Kauf geben. Doch diese Aspekte lassen viele Immobilien-Käufer heute außen vor. Der starke Wunsch, sicher und solide für das Alter vorzusorgen, überstrahlt häufig selbst kleinere Bedenken. Doch gerade bei einem derart wichtigen Schritt wie dem Kauf einer Immobilie, sollten Anleger besser zwei oder drei Mal nachdenken.

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Gute Immobilien: Nur wer wenig nachdenkt kommt zum Zug

Da die Kaufnebenkosten schnell ein Zehntel des Kaufpreises umfassen, startet jeder Käufer einer Immobilie sein Investment im Minus. Nach dem steilen Anstieg der Preise in den vergangenen Jahren ist nicht davon auszugehen, dass die Entwicklung noch Jahre anhalten wird. Insbesondere Objekte, die heute als vermeintliche Schnäppchen gehandelt werden, sind mit Vorsicht zu genießen und in einem Umfeld, das weniger stark als heute von der Nachfrage nach Immobilien getrieben ist, womöglich nur noch schwer wieder zu verkaufen.

Bei den wenigen sehr attraktiven Objekten am Markt kommt für Käufer eine weitere Schwierigkeit hinzu: Oftmals streiten sich zehn oder mehr Interessenten um ein Objekt. Den Zuschlag bekommt dann in der Regel derjenige, der bereits die Zusage für eine Finanzierung in der Tasche hat und sich zudem sehr schnell entscheidet. Diese Merkmale eines Verkäufermarktes machen es für Interessenten noch schwerer, eine Immobilie mit Bedacht zu erwerben. Und ist ein Objekt erst einmal gekauft, wird es nahezu unmöglich, es innerhalb weniger Jahre kostenneutral wieder zu verkaufen.

Gerade wer für das Alter vorsorgen möchte, sollte enge Märkte wie den Immobilienmarkt meiden. Natürlich – ein wirklich gutes Objekt kann auch heute eine gute Wahl sein. Doch sollten Investoren nicht den Fehler machen, angesichts von Niedrigzinsphase und allseits präsentem Immobilien-Boom gerade jetzt auf den fahrenden Zug aufzuspringen.

Anschaffungskosten? Fehlanzeige!

Diversifizierte Anlageprodukte wie easyfolio haben den Vorteil, dass sie weltweit in tausende Aktien und Anleihen investieren und so das Risiko einzelner Aktientitel effektiv senken. Der Mix aus Aktien und Anleihen trägt zudem dazu bei, dass Schwankungen geglättet werden. Auch Ereignisse wie der Brexit können Anleger so entspannt verfolgen. Im Gegensatz zu Immobilien fällt bei easyfolio kein Ausgabeaufschlag an und auch die jährlichen Gebühren sind mit 0,9 Prozent äußerst gering. Wer sein Kapital wieder abziehen will oder eine Anschaffung tätigen möchte, kann dies bei easyfolio börsentäglich und unkompliziert tun. Gerade Anleger, die langfristig mit einer Immobilie liebäugeln, sollten sich ein Investment in easyfolio überlegen.

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