Kein Sommer für Mischfonds

Kein Sommer für Mischfonds

Der Sommer war stürmisch – zumindest in den Depots der meisten Anleger. Zunächst stürzten im Frühling die Renten ab, dann folgten im Hochsommer die Aktien. Diese Entwicklung dürfte wohl einige Anleger getroffen haben, die bewusst auf beide Anlageklassen gesetzt haben. Das heißt zwar nicht, dass ein Multi-Asset-Ansatz falsch ist, doch lohnt es sich, einen Blick auf die Details zu werfen. Morningstar hat Mischfonds zwischen April und August unter die Lupe genommen und dabei einige interessante Ergebnisse zutage gefördert. Im Vergleich mit Indizes gelang es ausgewogenen und defensiven Mischfonds, die Kursrückschläge besser zu meistern. Die vielgepriesenen Produkte der offensiven und flexiblen Kategorie blieben aber hinter der passiven Konkurrenz zurück.

Nur defensive und ausgewogene Mischfonds mit akzeptablen Ergebnissen

Um diese Entwicklung zu begründen, müssen wir uns die Gegebenheiten einmal genauer ansehen: Seit vielen Monaten proklamieren Manager von Mischfonds, dass Anleihen kaum mehr Renditen erwirtschaften und dass Aktien der einzige Weg zu Rendite seien. Dies mag angesichts der Politik der Notenbanken auch stimmen – doch reagiert der Markt oftmals anders als erwartet. Auf die erwarteten Rückschläge bei Anleihen folgte nicht der Run auf Aktien sondern ebenfalls Kursverluste. Viele flexible Mischfonds hatten ihre Aktienquoten in diesem Jahr hochgefahren, die offensiven Fonds sind ohnehin zu hohen Aktienquoten verpflichtet. Der Einbruch am Aktienmarkt hat daher besonders deutliche Spuren hinterlassen. Lediglich defensive und ausgewogene Mischfonds schafften eine Überrendite gegenüber vergleichbaren Benchmarks.

Mischfonds wollen überwacht werden

Die Experten von Morningstar kommen zum Schluss, dass Mischfonds in der langfristigen Rendite-Risiko-Bilanz nicht besser abschneiden als passive Indizes. Vor allem das altbekannte Timing-Problem könne Anleger Rendite kosten. Je flexibler ein Fondsmanager auf den Markt reagieren kann, desto größer die Gefahr, falsch zu liegen. Einige der besten Mischfonds der vergangenen Monate profitierten zudem von einer hohen Cashquote. Angesichts der Kursentwicklung haben diese Fondsmanager alles richtig gemacht. Im Falle steigender Kurse hätte eine hohe Cashquote allerdings zwangsläufig zu einer Unterrendite geführt.

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Anleger, die auf Mischfonds bauen, sollten sich darüber im Klaren sein, dass die richtige Anlageentscheidung von heute bei Mischfonds schon die falschen Entscheidungen von morgen bedingen kann. Um dieses Risiko übersehen zu können, ist es auch bei Mischfonds ratsam, Marktkommentare und Entscheidungen stets kritisch zu hinterfragen. Bei Privatanlegern stellt man sich angesichts einer solchen Handlungsempfehlung die Frage, ob der Aufwand für eigene Analyse und kritische Betrachtung überhaupt lohnt. Von der ursprünglichen Idee, wonach Mischfonds eine umfassende Anlage-Lösung für Privatanleger sind, bleibt nicht mehr viel übrig, wenn man einen Fonds quartalsweise analysieren muss. Und von der Alternative Augen-zu-und-durch bleibt angesichts der Risiken in Verbindung mit den Gebühren auch nicht viel zu halten.

Privatanleger sollten angesichts der neuesten Zahlen zu Mischfonds umdenken. Es gilt nicht, eine Strategie zu suchen, die in den nächsten Monaten den Markt schlagen kann. Erstens wissen wir nicht, wie sich der Markt entwickelt und zweitens besteht die Gefahr, für die Überrendite zu große Risiken einzugehen. Anleger sollten vielmehr eine Strategie wählen, die zu den persönlichen Sparzielen passt. Wer langfristig sparen will und Kursschwankungen ertragen kann, setzt auf eine hohe Aktienquote. Wer Kapitalerhalt schätzt und kurzfristig spart, legt umgekehrt mit einem hohen Anleihe-Anteil an. Da sich am Kapitalmarkt verschiedene Szenarien abwechseln und niemand vorhersehen kann, was passieren wird, ist dieser Anlage-Ansatz sinnvoller. Statt auf Überrenditen zu schielen, sollten Anleger je nach persönlichem Risikoprofil passiv auf den Markt setzen. Dies hat einige Vorteile.

Transparent und kostengünstig

Anders als bei Mischfonds kosten passive Anlagekonzepte wie easyfolio deutlich weniger Gebühren und zudem keinen Ausgabeaufschlag. Anleger können daher bequem zwischen den drei easyfolio-Strategien umschichten und bei Bedarf auch die Cashquote erhöhen. Da easyfolio regelgebunden investiert und auf ein regelmäßiges Rebalancing setzt, wissen Anleger immer ganz genau, was sie im Depot haben. Das spart Zeit und vermindert Klumpenrisiken. Auf Diversifikation müssen easyfolio-Investoren dennoch nicht verzichten: Mit Aktien und Anleihen aus aller Welt ist easyfolio breiter aufgestellt als mancher Mischfonds.

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