Marktkommentar: Eine Aktienkombination ist für Anleger an der Börse jetzt das richtige

Marktkommentar: Eine Aktienkombination ist für Anleger an der Börse jetzt das richtige

Der Dow Jones notiert so hoch wie noch nie, der Dax zumindest auf Jahreshoch. Trotzdem gibt es noch Aktien mit Kursphantasie.

Die Aktienmärkte schwanken wieder stärker. Seit rund einem Jahr lässt sich an den Börsen (mit kleinen Auf- und Abschwüngen) eine Zunahme der Volatilität beobachten. Verschiedene Faktoren wie der (zu) niedrige Ölpreis, das Risiko steigender Zinsen in den USA, der anstehende Brexit und nicht zuletzt die Angst vor einer Bruchlandung des chinesischen Wirtschaftswachstums haben die Unsicherheiten der Anleger spürbar erhöht. Diese reagieren mit einer gesteigerten Risikoaversion. Der Risikoindikator von Hauck & Aufhäuser zeigt, dass die Unsicherheiten nicht nur aus einem Marktsegment, sondern aus verschiedenen Assetklassen stammen.

In den zurückliegenden Jahrzehnten hat sich die Volatilität – als Maß der Unsicherheit – meistens in Zyklen bewegt. Es spricht einiges dafür, dass auch die aktuelle Phase noch geraume Zeit anhält. Hauptgrund hierfür ist das nur noch schwache Gewinnwachstum der Unternehmen und mehr noch die breite Streuung der Gewinnschätzungen.

Die weit auseinandergehenden Prognosen sind nichts anderes als Unsicherheit. Phasen mit einem niedrigen Gewinnwachstum wie in den Jahren 2001/2002 oder 2008/2009 waren stets mit einer breiten Streuung der Gewinnschätzungen und gleichzeitig hoher Volatilität verbunden.

Aktien mit Hoher Qualität gefragt

In Zeiten erhöhter Kursschwankungen entwickeln sich erfahrungsgemäß Aktien hoher Qualität und mit niedriger Volatilität besser als der breite Markt. Bei steigenden Volatilitäten fragen die Anleger verstärkt Sicherheit nach – und genau das versprechen diese Werte. Die Qualität von Aktien lässt sich unter anderem an einer hohen Eigenkapitalrendite, einem niedrigen Verschuldungsgrad und seinem stabilen Umsatzwachstum festmachen. Low Volatilty umfasst dagegen Aktien mit einer niedrigen historischen Schwankungsbreite.

In den vergangenen Monaten sind allerdings Aktien mit einer niedrigen Volatilität schon spürbar gestiegen, wodurch sie im Durchschnitt nicht mehr günstig sind.

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Kombination niedrige Vola und Value

Eine Verbesserung des Rendite-Risiko-Profils erreicht der Anleger daher, indem er das Volatilitäts- mit einem Bewertungskriterium kombiniert. Das Resultat ist ein Aktienkorb, der schwankungsarme und preiswerte Aktien miteinander verbindet.

Die Kombination mit der Bewertung macht deswegen Sinn, da sich sogenannte Value-Aktien in den vergangenen zehn Jahren deutlich schwächer als der Gesamtmarkt entwickelt haben. Diese Underperformance verläuft parallel zum Rückgang des Zinsniveaus. Außerdem sind Value-Werte im Vergleich zu Wachstumsaktien (sogenannte Growth-Titel) günstig bewertet. Die historischen Erfahrungen sprechen dafür, dass sich Value-Aktien in den kommenden Monaten deutlich besser als Growth-Papiere entwickeln sollten.

Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass Low Volatility im aktuellen Marktumfeld gefragt und damit teuer ist. Value zeigte dagegen seit geraumer Zeit eine signifikante Underperformance, woraus eine spürbare Bewertungsprämie resultiert. Die Kombination von Aktien mit geringer Schwankungsbreite und günstiger Bewertung bietet daher ein attraktives Rendite-Risikoprofil. Zu diesen Werten zählen zum Beispiel verschiedene Versicherungen oder auch Werte wie Philips und Siemens.

ReinhardPfingstenQuer

Als einer der führenden Köpfe von Hauck & Aufhäusers Privatbankiers und medienpräsenter Geldanlage-Experte, hält Reinhard Pfingsten seit Mai 2016 zudem die Position als Chief Investment Officer (CIO) von easyfolio inne. In seinem Monatskommentar schreibt er, was die Weltwirtschaft derzeit bewegt.

 

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