easyfolio Monatsrückblick April 2021

easyfolio Monatsrückblick April 2021

Die globalen Kapitalmärkte zeigten Uneinigkeit im April. Auch im vierten Monat des Jahres wirkten die Ausschläge der Corona-Pandemie auf die Märkte ein. Während Aktien in den USA und Europa freundlicher tendierten, zeigten sich die asiatische Märkte und die Anleihenmärkte schwächer.

US-Konjunktur treibt Wirtschaftserholung

Die Risikofreude an den Kapitalmärkten hielt auch im Monat April an. Die Motoren dieser Entwicklung sind insbesondere die sich aufhellenden wirtschaftlichen Perspektiven. So wurden die globalen Konjunkturprognosen durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter heraufgesetzt. Besonders stechen dabei die Vereinigten Staaten von Amerika mit einem erwarteten Wirtschaftswachstum von 6,5% heraus. Die massive Ausweitung der Staatsausgaben und die vergleichsweise starken Impffortschritte – rund 30% der Amerikaner sind bereits vollständig geimpft – lassen die gängigen Konjunkturindikatoren steil nach oben schnellen. Hinzu kamen nahezu durchweg positive Quartalsergebnisse der großen US-Unternehmen und die Meldungen, dass der Ausblick für das restliche Geschäftsjahr bei den meisten Unternehmen positiv ist.

China als zweite wichtige Stütze – Europa hinkt hinterher

Neben den USA stellt die chinesische Volkswirtschaft mit einer ähnlich hohen BIP-Zuwachsrate die zweite bedeutende Säule des globalen Wachstums dar. Auch wenn die Dynamik in Europa niedriger ausfällt, nahm die Bundesregierung in der letzten Aprilwoche das prognostizierte Wachstum für die deutsche Volkswirtschaft von 3,0 % auf 3,5 % nach oben.

Uneinigkeit an den Märkten

Die Aktienmärkte nahmen den erfreulichen wirtschaftlichen Datenkranz dankbar an. Die Börsen in den USA und in Europa konnten vielfach neue Höchststände erklimmen konnten. Dagegen befanden sich die asiatischen Schwellenländer und der japanische Markt in einer Konsolidierungsphase mit im Trend schwächeren Notierungen. Die angehobenen Wachstumsprognosen und die unverändert bestehende Sorge vor nicht nur vorübergehend höheren Inflationsraten ließen die Rendite für Staatsanleihen mit zehnjähriger Laufzeit in Deutschland und in den USA in der letzten Handelswoche des April wieder leicht steigen. Nach den kräftigen Renditeanstiegen in den letzten Wochen erwarteten wir eine Beruhigung an den internationalen Rentenmärkten. Störend könnten jedoch unerwartet hohe Inflationsraten wirken.

Es herrschte Uneinigkeit im April. Die Performance lag folglich in Abhängigkeit der Aktienquote bei +0,7% (easyfolio 70) bzw. -0,1% (easyfolio 30). Vorteilhaft entwickelte sich die leicht zyklischere Ausrichtung (durch bspw. den Mining ETF).

 

Autor: Christian Gombert, Portfoliomanager easyfolio 

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