Monatsrückblick August 2020

Monatsrückblick August 2020

„Sell in May and go away“, diese Börsenweisheit – sofern sie denn eine ist – hätte in diesem Jahr nichts eingebracht. Die Aktienmärkte stiegen vielmehr, so auch im August.

Die amerikanischen Märkte sind ohnehin auf Rekordkurs, aber auch in Europa bahnt sich Ähnliches an. Der deutsche Aktienindex DAX beendete den August über 13.000 Punkten, viel fehlt also nicht mehr, um das Hoch von 13.795 zu übertreffen. Die Renditen bewegten sich etwas nach oben, insbesondere gegen Ende des Monats. Auslöser waren Äußerungen des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell, wonach die Fed ihr Inflationsziel von rund 2% künftig über einen längeren Zeitraum hinweg erreichen will. Dieser Ansatz – im Fachjargon auch als „Average Inflation Targeting“ bezeichnet – erlaubt mehr Flexibilität und auch ein Überschießen der realisierten Inflation über das formulierte Ziel hinaus.

Ob diese höhere Inflationstoleranz der amerikanischen Gelpolitiker zu nennenswerten Neubewertungen auf Aktien-, Renten- und Währungsmärkten führen wird, wird sich aber vermutlich erst dann zeigen können, wenn die noch immer niedrigen Teuerungsraten merklich über die 2% hinausgehen.

Die Wirtschaft zieht weiter an

Der Prozess der wirtschaftlichen Genesung setzte sich im August weiter fort. Der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich im August mittlerweile zum vierten Mal in Folge. Auch in globaler Hinsicht erholt sich die wirtschaftliche Aktivität weiter. Die Auswirkungen waren an den Aktienmärkten zu spüren, nicht zuletzt konnten zyklische Sektoren (z.B. Automobil, Konsumgüter, Immobilien) im August davon profitieren. An den Unternehmensanleihemärkten blieben die Renditeaufschläge im Schnitt stabil.

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Der Neuemissionsmarkt zeigte wenig Aktivität. An den Währungsmärkten setzten sich die Trends der letzten Wochen fort. Der US-Dollar schwankte um 1,18 EUR/USD, die zuletzt unter Abwertungsdruck leidenden Währungen zahlreicher Schwellenländer konnten sich zumindest stabilisieren. Dasselbe galt für Gold, dessen Preis sich nach dem kurzzeitigen Überwinden der 2.000er-Marke nun bei gut 1.950 Dollar je Unze eingependelt hat.

Die easyfolios laufen weiter aufwärts

Nicht nur die Wirtschaft zieht weiter an, sondern auch die easyfolios. Im August konnte in Abhängigkeit der Aktienquote ein Wertzuwachs zwischen 0,8% (easyfolio 30) und 2,9% (easyfolio 70) erzielt werden. Die Unsicherheit für das 2. Halbjahr 2020 bleibt vor allem politisch weiterhin bestehen (die beginnende heiße Phase des US-Präsidentenwahlkampfes, die ungelösten Brexit-Verhandlungen, der Handelskonflikt zwischen USA und China). Vor diesem Hintergrund sollte unser Goldminenexposure weiterhin helfen.

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