Monatsrückblick Juli 2019

Monatsrückblick Juli 2019

Dem vermeintlichen Sommerloch zum Trotz gab es im Juli einige Ereignisse, die die Aktien- und Rentenmärkte bewegte. So begann die Gewinnberichterstattung der börsennotierten Unternehmen zum zweiten Quartal und einige Staaten veröffentlichten erste Schätzungen zum BIP-Wachstum. Wie die vergangenen Wochen zeigten, hält die nun mehrjährige US-Dominanz sowohl bei Unternehmens- wie auch Konjunkturdaten weiter an. Makroökonomische Frühindikatoren aus dem Produktionsbereich gaben weiter nach und betrafen vor allem die europäischen Volkswirtschaften. Denn diese leiden in besonderer Weise unter dem globalen Nachfragerückgang. Der lahmende Welthandel – durch wachsenden Protektionismus und bilaterale Streitigkeiten induziert – spiegelt sich zudem immer deutlicher in den Bilanzen der exportorientierten Unternehmen wieder. Unternehmen aus dem Automobilsektor spüren rückläufige Absatzzahlen und revidieren sukzessive ihre Gewinn- und Umsatzprognosen. Währenddessen sind es wieder einmal die Tech-Unternehmen in den USA, denen es im Vergleich zum Vorjahr gelang, zweistellige Gewinnwachstumsraten zu erzielen.

Die Notenbanken standen im Juli erneut im Fokus der Investoren. So verkündete die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer Sitzung zwar noch keine direkten Maßnahmen, ließ aber verlauten, dass eine Anpassung sämtlicher geldpolitischer Instrumente überprüft werde. Bereits auf der nächsten Sitzung im September ist daher mit einer Zinssenkung und gegebenenfalls mit einer Wiederaufnahme der Anleihekäufe zu rechnen. Die Fed senkte auf ihrer Juli-Sitzung erwartungsgemäß die Zinsen um 25 Basispunkte auf ein Zielband von nunmehr 2,00% bis 2,25%.

In Erwartung weiterer geldpolitischer Stimuli erreichten Aktienindizes lokal neue Allzeithochs (USA) und Renditen von Staatsanleihen höchster Bonität in Europa neue Allzeittiefs (deutsche Bundesanleihen). Für Aufsehen sorgte erneut Großbritannien. Durch die Wahl Boris Johnsons zum Premierminister ist ein No-Deal-Brexit wieder wahrscheinlicher geworden. Johnson kündigte an, das Withdrawal Agreement (Austrittsvereinbarung) neu verhandeln zu wollen, was von der EU prompt abgelehnt wurde. Bis zum angedachten Austrittstermin am 31. Oktober wird das Thema Brexit die Märkte sicher noch häufiger beschäftigen. Weitere Unsicherheit ist damit vorprogrammiert und das Pfund notierte im Juli auf einem Zwei-Jahrestief.

Im Juli konnten alle easyfolio Strategien Gewinne verzeichnen. Am stärksten profitierte dabei easyfolio 70 mit +1,98%. easyfolio 50 konnte mit 1,78% zulegen, während easyfolio 30 1,57% hinzugewann.

 

Autor: Christian Gombert, Portfoliomanager easyfolio 

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