easyfolio Monatsrückblick März 2021

easyfolio Monatsrückblick März 2021

So sehen Frühlingsgefühle aus. Der Börsen profitieren im März vom Konjunkturoptimismus an der Wallstreet und den vergleichsweise moderateren Renditeanstiegen der US-amerikanische Staatsanleihen. Unser easyfolio 70-Portfolio legte daraufhin satte 1,94% zu.

Der März begann wie der Februar endete, nämlich mit steigenden Renditen. Ende März notierten 10-jährige US-amerikanische Staatsanleihen schließlich bei knapp über 1,7%. Das waren satte 120 Basispunkte mehr als im Juli 2020. Immerhin: die Renditeanstiege im März waren im Vergleich zum Vormonat moderat.

EZB weitet Anleihenkäufe aus

Der Europäischen Zentralbank (EZB) schmeckte diese Entwicklung jedoch nicht. Ihre Präsidentin Christine Lagarde verkündete nach der geldpolitischen Sitzung am 11. März, die Anleihekäufe im Rahmen des EZB-Programms zu erhöhen. Denn die Finanzierungsbedingungen in der Eurozone sollen – so die EZB – weiterhin günstig sein, zumal die Wirtschaftserholung noch zu fragil sei. Das trug unverkennbar zur Stabilisierung der hiesigen Rentenmärkte bei. Die amerikanische Notenbank FED war etwas zurückhaltender. Sie werde – so der FED-Präsident Jerome Powell – erst eingreifen, wenn die Rentenmärkte dysfunktional werden. Soweit ist es aber noch nicht.

US-Fiskalpaket beflügeln Aktienmärkte

Die Aktienmärkte wirkten im März zunächst leicht paralysiert von den Geschehnissen auf den Rentenmärkten. Sie gewannen jedoch rasch wieder an Zuversicht. Vor allem die Impffortschritte in den USA und die dort in Aussicht gestellten, Billionen schwere Fiskalmaßnahmen hoben Stimmung und Kurse gleichermaßen. Ende März notierte der S&P 500 mit rund 4.000 Punkten etwa 4% höher als zu Monatsbeginn, der DAX mit 15.000 Zählern lag mehr als 7% über dem Wert zu Monatsbeginn. Unter dem Deckmantel von breiten Aktienindizes konnten Finanz-, Energie- und Automobilwerte anderen Sektoren wie den „Corona-Gewinnern“ aus der Technologiebranche in der Wertentwicklung enteilen. Der so genannte „Reflation-Trade“ – kurzum der Konjunkturoptimismus – war ungebrochen. Das zeigt sich bis heute eindrucksvoll in vielen Umfragen: Konjunkturindikatoren weisen mehrheitlich nach oben, der Optimismus von Aktieninvestoren und ihre Aktienmarktgewichtungen ebenso. So sehen Frühlingsgefühle an den Aktienmärkten aus.

Gewinnerwartungen steigen

Die konjunkturelle Situation zusammen mit dem wirtschaftspolitischen Stimulus und der steigenden Wahrscheinlichkeit für ein „Re-Opening“ der Volkswirtschaften ließ Analysten die Gewinnerwartungen der Unternehmen sukzessive anheben – und das global und auch recht kontinuierlich. Die 2021er Gewinnschätzungen der Unternehmen muten daher nicht mehr überzogen an, sondern realistisch.

Für die ersten beiden Quartale 2021 erwarten wir daher eine beschleunigte Gewinn-Dynamik auf der Aktienseite. Die positiven Effekte der massiven US-Konjunkturunterstützung sollten anhalten und mögliche Lockdown-Effekte in der EU die Umsatz- und Gewinnsituation nicht stark beeinflussen.

Im März lag die Performance in Abhängigkeit der Aktienquote bei +1,94% (easyfolio 70) bzw. +1,29% (easyfolio 30).

Bild des Portfolio Managers, der den Text geschrieben hat.

Daniel Winkler, Portfolio Manager

 

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