Monatsrückblick Mai 2019

Monatsrückblick Mai 2019

Sell in May and go away – (K)eine Börsenweisheit für 2019? Der Börsenmonat Mai war wieder einmal von erhöhter Volatilität an den Aktienmärkten geprägt, wenngleich ein großer Ausverkauf ausblieb. Nachdem im Vormonat lokal sogar neue Allzeithochs erreicht wurden (USA) führte die Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China Anfang Mai zu Verunsicherung und stoppte den knapp vier Monate andauernden Aufschwung an den Aktienmärkten kurzzeitig.

Ein typisches „Risk-Off“-Verhalten der Anleger setzte ein: Risiko-Assets (Aktien sowie Unternehmensanleihen) wurden verkauft und sichere Häfen wieder stärker nachgefragt. Zehnjährige deutsche Bundesanleihen rentierten mit unter -0,1% deutlich im negativen Bereich. In den USA invertierte die Zinskurve wieder (Differenz von US-Treasuries mit zehnjähriger Laufzeit und US-T-Bills mit dreimonatiger Laufzeit) und signalisierte damit eine erhöhte Skepsis der Marktteilnehmer gegenüber der konjunkturellen Entwicklung. Global schwächere ökonomische Frühindikatoren verstärkten diesen Trend.

Insbesondere das verarbeitende Gewerbe verliert weltweit an Dynamik. Neben den Handelsstreitigkeiten gab es im Mai eine Reihe weiterer politischer Ereignisse, die sich aber kaum auf die Märkte auswirkten – die Wahlen zum Europäischen Parlament, die eine Erstarkung nationaler und grüner Parteien zur Folge hatten, der US-Iran-Konflikt oder der Rücktritt Theresa Mays. Trotz dieser Umstände blieben die globalen Aktienindizes erstaunlich stabil. Lediglich die (asiatischen) Schwellenländer sahen sich mit einem größeren Ausverkauf konfrontiert. In den USA und in Europa notierten die Aktienindizes zum Monatsende dagegen größtenteils nur leicht unter den Niveaus des Vormonats.

Die Berichtssaison des ersten Quartals 2019 ging im Mai zu Ende. Die börsengelisteten Unternehmen konnten mit rund 3% in Europa (EuroStoxx 50) ihre Gewinne etwas stärker steigern als die USA (S&P 500) mit etwa 1,5%. Die Niveaus lagen dennoch deutlich unter denen des Vorjahres. Insgesamt verlief die Berichtssaison impulsneutral.

Die Zusammensetzung der easyfolio Strategien wurde nicht verändert. Im Mai notierten die easyfolio Strategien leichter. So lag der Rückgang bei easyfolio 70 bei -3,79%%, während sich easyfolio 50 um -2,71% und easyfolio 30 um -1,48% verbilligten.

 

Autor: Christian Gombert, Portfoliomanager easyfolio

Weitere interessante Artikel

  • Jahresrückblick 2018 Das vergangene Jahr präsentierte sich sowohl auf den Kapitalmärkten als auch in konjunktureller Hinsicht durchwachsen.
  • Monatsrückblick März Die Volatilität an den Kapitalmärkten nimmt trotz stetiger Kursgewinne seit Jahresanfang wieder zu.  Das Sentiment an den Kapitalmärkten bleibt aufgrund einiger Faktoren eher negativ, jedoch gibt es Hoffnungszeichen. Warum dies so ist und was die Märkte sonst noch bewegte, lesen Sie im […]