Rebalancing – für ein ausgewogenes Portfolio

Rebalancing – für ein ausgewogenes Portfolio

Gerade an den Finanzmärkten warten auf Anleger täglich neue Herausforderungen. Eine Flut aus Informationen prasselt täglich auf jeden ein, der sich mit Geldanlage befasst. Vor allem Privatanleger sind für diese Informationen empfänglich. Oftmals sorgt die Aussicht auf attraktive Renditen dafür, dass Sparer grundlegende Konzepte über Bord werfen und planlos in die neuesten Trends investieren. Selbst Anlage-Profis kennen diese Gefahr – und stellen ihr deswegen klar durchdachte Konzepte gegenüber.

Bleiben Sie Ihrem Anlage-Konzept treu!

Dass ein breit gestreuter Vermögens-Mix in Form einer Asset Allocation aus verschiedenen Aktien und Anleihen die beste Ausgangsposition für langfristigen Anlage-Erfolg ist, haben wir bereits erklärt. Doch wie verträgt sich dieser Vermögens-Mix mit sich stetig wandelnden Kapitalmärkten? Um dem steten Wandel gerecht zu werden, setzen Vermögensverwalter auf Rebalancing. Dabei wird der Vermögens-Mix wieder in die ursprüngliche Form gebracht. Wir geben Ihnen ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie bauen Ihr Vermögen mit einer Asset Allocation aus 50 Prozent Aktien und 50 Prozent Anleihen auf. Nach einigen Monaten verzeichnet ihre Aktien-Position eine Rendite von 10 Prozent. Ihre Anleihe-Position legte dagegen lediglich um 2 Prozent zu. Unterm Strich hat sich mit dem unterschiedlichen Wertzuwachs auch die Gewichtung beider Anlageklassen in ihrem Anlage-Mix verschoben. Rebalancing bedeutet nun, die ursprüngliche Gewichtung wieder herzustellen, indem Sie Ihre Aktien-Position zu Gunsten der Anleihen verkleinern. Nur so bleiben Sie Ihrem ursprünglichen Chance-Risiko-Konzept treu.

Rebalancing – so wenig wie möglich, so oft wie nötig

Doch wie oft sollten Anleger ihr Depot wieder auf die ursprüngliche Struktur zurückführen? Eine Studie der FundExplorer GmbH im Auftrag der Clientis Spargasse Horgen untersuchte ein reines Aktienportfolio anhand historischer Daten. Dabei kamen die Analysten zu dem Ergebnis, dass zwischen 2001 und 2010 die beste Rendite erzielt wurde, indem das Depot mittels eines dynamischen Konzepts drei Mal angepasst wurde. Dazu durften die verschiedenen Depotpositionen maximal 5,5 Prozent von ihrer ursprünglichen Gewichtung abweichen – fiel die Abweichung stärker aus, wurde ein Rebalancing fällig.

Ein ausgewogenes Portfolio, das neben Aktien auch Anleihen enthält und sich daher für den langfristigen Vermögensaufbau eignet, müsste deutlich häufiger angepasst werden. Der Grund: Aktien und Anleihen laufen selten im Gleichschritt. Diese Erkenntnis ermöglicht es einerseits, ein robustes und schwankungsarmes Depot aufzubauen, macht andererseits aber auch ein häufigeres Rebalancing nötig.

easyfolio – klare Regeln, flexibel interpretiert

Bei unseren easyfolios führen wir das Rebalancing regelmäßig durch. Bis zu vier Mal jährlich besteht die Möglichkeit, die ursprüngliche Depotzusammensetzung wieder herzustellen. Einmal jährlich muss das Depot auf die ursprüngliche Allokation zurückgesetzt werden. Dieses Regelwerk garantiert einerseits, dass jedes easyfolio sein individuelles Chance-Risiko-Profil behält und ermöglicht andererseits auch flexibles Handeln. Anders als bei Produkten, die ihren Vermögens-Mix einmal im Quartal angleichen müssen, können easyfolios bestimmten Marktsituationen gerecht werden und sind so weniger häufig gezwungen, erfolgreiche Positionen zu verkleinern. So nehmen easyfolios kurzfristige Markttrends wahr, ohne vom langfristigen Anlage-Mix abzurücken.

Insbesondere bei Dachfonds, die Kunden eine starre Vermögensallokation mit regelmäßigem Rebalancing bieten, spielen Kosten eine nicht unerhebliche Rolle. Bei Dachfonds entstehen Kosten auf zwei Ebenen – einmal im Bereich der Produkte, in die ein Dachfonds investiert und andererseits auf der Ebene des Dachfonds. Dieser doppelte Gebührenlast hat in der Vergangenheit vor allem defensiv ausgerichtete Produkte schlecht aussehen lassen.

Bei easyfolio ist das anders. Diese sind preiswert zu handeln und kosten im Vergleich zu herkömmlichen Fonds deutlich weniger Gebühren. Gerade wenn Sie sehr konservativ investieren und einen hohen Anleihe-Anteil im Depot haben möchten, sollten Sie bei Rebalancing-Produkten auf die Transaktionskosten achten. ETF-Dachfonds wie easyfolio bieten sich in diesem Fall an.

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